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Brauchtum und Tradition in Bischofswiesen

Bischofswiesen pflegt eine ganz eigene, lange gewachsene Kultur mit traditionellen Festen und Bräuchen aus dem bäuerlichen Alltag, die bis heute lebendig sind.

© Gebirgstrachtenerhaltungsverein D´Watzmanner e. V.

In Bischofswiesen gibt es Gebirgstrachtenerhaltungs- und Weihnachtsschützenvereine, die Musikkapelle Bischofswiesen, den Sänger- und Musikantenverein D´Bischofswieser und die Bischofswieser Alphornbläser. Bei Prozessionen und Festumzügen rund ums Jahr, bei Konzerten, Heimatabenden und anderen Brauchtumsveranstaltungen feiern Einheimische und Gäste gemeinsam.

So treffen sich im Juli und August die Bischofswieser Alphornbläser, Musikanten und Sänger zu musikalischen „Hogoaschtn“ auf der Aussichtskanzel der Kastensteinerwand. Höhe- und Schlusspunkt des Almsommers ist der Almabtrieb im September. Mit buntem Kopfschmuck, den sogenannten „Fuikln“, festlich geschmückt, werden die Tiere von Sennerinnen und Sennern ins Tal geführt.

Ein besonderer Brauch im Advent ist das „Buttnmandllaufen“: Unter lautstarkem Glockenrütteln geht hier der Nikolaus von Haus zu Haus, begleitet von seinem „Nikoloweibl“ oder „Engerl“ und einem wilden Gefolge aus furchterregenden „Strohbuttnmandl“, „Kramperl“ und „Gangerl“.

Die insgesamt fünf Weihnachtsschützenvereine pflegen unter anderem den letzten Brauch im Jahreslauf: Sie umrahmen die kirchlichen Feste mit Böllerschüssen, vor allem zu Weihnachten und in den Rauhnächten bis zum Dreikönigstag.

Historisches Kunsthandwerk

Entsprechend den Rohstoffvorräten der Region, vor allem dem Holz, haben sich in Bischofswiesen außerdem verschiedene Kunsthandwerke entwickelt. Neben den Berufen der Schachtelmaler, Kunstschnitzer und Alphornbauer hat auch die Fertigung der regionalen Tracht, besonders das Lederhosenmachen, eine lange Tradition.