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Wie die Gemeinde zu ihrem Namen kam

Dem Erzstift Salzburg gehörte im 12. Jahrhundert eine Wiese im Bereich der jetzigen Gemeinde Bischofswiesen. Laut einer Urkunde aus dem Jahr 1155 tauschte der Erzbischof Eberhard I. mit dem Stiftpropst von Berchtesgaden Heinrich I. diese Wiese gegen ein Gut in Landersdorf in Niederösterreich in der heutigen Marktgemeinde Wölbling. Damit wurde diese ehemalige Wiese des Bischofs dem Stiftsgebiet von Berchtesgaden einverleibt. Die grüne Wiese und die zwei gekreuzten Bischofsstäbe auf dem Gemeindewappen erinnern noch heute an diesen Tausch. Die goldene Scheune, ein traditioneller Feldkasten, verweist auf die Wiesenwirtschaft im Berchtesgadener Land.

Bis zur Säkularisation 1803 blieb Bischofswiesen Teil der Fürstpropstei Berchtesgaden. Ab diesem Jahr war das neu gegründete Kurfürstentum Salzburg Herr über Bischofswiesen, nach dem Frieden von Pressburg 1805 das Kaiserreich Österreich und 1809 für kurze Zeit Napoleons Frankreich. Mit der Neuordnung Europas wurde Bischofswiesen 1810 Teil des Königreichs Bayern, welches 1918 im Deutschen Reich aufging. Die Gnotschaft, also der pröpstliche Ortsteil Bischofswiesen, wurde im Laufe der Zeit in sechs Gnotschaftsbezirke unterteilt, die den heutigen Ortsteilen der Gemeinde entsprechen.